Von A wie Abnehmen bis Z wie Zucker, in unserem ABC für Schwangere findest Du nützliche Tipps rund um die Schwangerschaft.

  • A… ABNEHMEN, ALKOHOL, AMARANTH, AUSGEWOGENE ERNÄHRUNG
    • Abnehmen: Streng verboten! In der Schwangerschaft ist je nach Ausgangsgewicht eine Gewichtszunahme von etwa 10 bis 15 Kilo (gilt für Normalgewichtige) normal. Durchschnittlich werden alleine rund 12 Kilo vom ungeborenen Kind selbst – inklusive Fruchtwasser, Plazenta, vermehrte Blutmenge, schwerere Brust und andere Faktoren – verursacht.
    • Alkohol: STRENG VERBOTEN!!! Alkohol ist neben Rauchen das zweite NO-GO in der Schwangerschaft. Alkohol beeinträchtigt die körperliche und geistige Entwicklung des Ungeborenen und darf nicht getrunken werden. Auch bei der Zubereitung von Speisen bleiben Alkoholreste übrig – kochen Sie daher lieber ohne Alkohol. Alkoholfreies Bier enthält lt. Österreichischem Lebensmittelbuch einen Alkoholgehalt von nicht mehr als 0,5 Vol.%. Da in der Schwangerschaft der Grundstein für die Geschmacksprägung gelegt wird, wird der Konsum von diesem nicht empfohlen.
    • Amaranth: Ist kein neuer Vorname, sondern ein sogenanntes Pseudogetreide. Er gehört zu der Gruppe der Fuchsschwanzgewächse und ist besonders reich an Calcium, Magnesium und Eisen. Daher nicht nur, aber vor allem für Vegetarier besonders gut eignet.
    • Ausgewogene Ernährung: Die Ernährungspyramide gibt den besten Überblick, was unter ausgewogener Ernährung zu verstehen ist. Grundsätzlich gilt: Viel Obst, Gemüse, Kartoffeln und Vollkornprodukte sowie reichlich Wasser. Sparsamer Umgang mit tierischen Produkten wie Fleisch, Wurst, Eiern sowie mit Fetten. Süßes, Salziges und sehr Fettes nur in geringen Mengen.
  • B… BLÄHUNGEN, BEWEGUNG, BLUTZUCKER
    • Blähungen: Blähungen sind eine häufige Begleiterscheinung in der Schwangerschaft. Sie sollten auf keinen Fall unterdrückt werden. Eine leichte Massage, ein Spaziergang, ein warmes Bad oder eine Wärmflasche, sowie Kräutertees können sich positiv auswirken und Blähungen reduzieren.
    • Bewegung: Diese wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Mutter und Kind aus und verbessert das persönliche Wohlbefinden der Schwangeren. Geeignet ist alles, was nicht verletzungs- bzw.sturzanfällig ist. Dazu zählen Wandern, Nordic Walking, Schwimmen, Gymnastik, Radfahren, Yoga und viele mehr. Gezielte Bewegung lindert sogar eventuell auftretende Begleiterscheienung der Schwangerschaft, wie Verstopfung oder Rückenschmerzen. Sportarten wie Reiten oder Schifahren sollten jedoch nicht mehr ausgeübt werden. Spazieren gehen ist bis zur Geburt auf jeden Fall sinnvoll!
    • Blutzucker: Wird bei den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen kontrolliert. Mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung schaffen Sie die Basis für normale Blutzuckerwerte.
  • C… CHININ, CALCIUM, CHIA
    • Chinin: Ist ein Bitterstoff aus der Rinde des Chinabaumes der im Norden Südamerikas wächst. Chinin ist z.B. in Tonic Water oder Bitter Lemon enthalten und soll in der Schwangerschaft unbedingt VERMIEDEN werden. Es wirkt leicht betäubend bzw. krampflösend und kann dadurch die Wehentätigkeit hemmen.
    • Calcium: Eine ausreichende Calciumzufuhr ist in Schwangerschaft besonders wichtig, damit nicht die körpereigenen Reserven im Knochen angegriffen werden. Calcium ist vor allem in Milchprodukten und Käse reichlich enthalten (z.B. 1 Becher Naturjoghurt 250 g = 300 mg Calcium, 50 g Gouda = 400 mg Calcium). Schwangere sollen täglich mind. 1000 mg Calcium zu sich nehmen. Falls Sie keine Kuhmilchprodukte vertragen, können Sie alternativ Sojaprodukte oder Getreidemilch (Reis, Hafer, Dinkel…), die mit Calcium angereichert sind, wählen.
    • Chia Samen: Das sind dunkle Samen, die ursprünglich aus Mexiko stammen und in Österreich bis jetzt als Futtermittel verwendet wurden. Derzeit erleben diese Samen als Superfood einen Aufschwung. „Chia“ bedeutet übersetzt „Kraft“ und demnach hat 1 EL auch ca. 50-70 Kalorien. Die erlaubte Tagesmenge wurde bei 15 g Chiasamen pro Tag festgelegt. Eine heimische und billigere Alternative sind Leinsamen.
  • D… DIÄT, DOSENFISCH
    • Diät: Sämtliche Diäten sind während der Schwangerschaft und Stillzeit VERBOTEN. Es besteht die Gefahr einer unzureichenden Nährstoffversorgung für Mutter und Kind.
    • Dosenfisch: Sterilisierte Fischkonserven, die ungeöffnet ohne Kühlung haltbar sind, zählen zu den Lebensmitteln, die mit geringer Wahrscheinlichkeit Lebensmittelinfektionen verursachen. Solche mit Thunfisch, Schwertfisch, Heilbutt oder Hecht sind aufgrund einer möglichen Schwermetallbelastung der Fische sicherheitshalber zu meiden. Ansonsten ist der Inhalt von Fischkonserven nach dem Öffnen unbedingt im Kühlschrank aufzubewahren und spätestens am folgenden Tag zu verbrauchen.
  • E… EISEN, ENERGIEBEDARF
    • Eisen: Sowohl während der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit haben Frauen einen erhöhten Eisenbedarf:
      Normal: 15 mg / d
      Schwangerschaft: 30 mg / d
      Stillzeit: 20 mg / d
      Besonders eisenreich sind Fleisch, Vollkornprodukte, Amaranth, Hirse oder Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen)
    • Energiebedarf: Sie müssen in der Schwangerschaft nicht für 2 essen. Der Energiebedarf erhöht sich ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel um rund 250 kcal und im letzten Schwangerschaftsdrittel um nochmals 250 kcal, also auf insgesamt 500 kcal. Dies bleibt auch in der Zeit des ausschließlichen Stillens gleich.
      250 kcal » 1 Naturjoghurt 1% (250 g) + 1 kleiner Apfel + 1 kleine Banane
      250 kcal » 1 Scheibe Vollkornbrot + 2 Scheiben Käse (30% F.i.T) + 1 Tomate
      250 kcal » 1 Grahamweckerl + Humus + Gurken
  • F… FOLSÄURE
    • Folsäure: Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure ist wesentlich für das optimale Wachstum des Kindes. In der Schwangerschaft und Frauen mit Kinderwunsch (und solche, die schwanger werden könnten) sollen daher auf eine ausreichende Versorgung mit diesem Vitamin achten. Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über eine zusätzliche Einnahme von Folsäure-Supplementen.
      Gute Quellen in der täglichen Ernährung sind:

      • Gemüse, insbesondere grüne Gemüsesorten wie Salat, Spinat, Fenchel, Brokkoli und diverse Kohlarten
      • Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen)
      • Vollkornprodukte (Brot, Gebäck, Müsli, Getreidekeime, Vollkornteigwaren, …); Feinvermahlene Vollkornprodukte werden besser vertragen.
      • Obst (Erdbeeren, Himbeeren, Orangen, Bananen)
      • Nüsse
      • Milchprodukte
  • G… GESTOSE, GEWICHTSZUNAHME, GESCHMACKSPRÄGUNG
    • Gestose: Ist eine Schwangerschaftsspezifische Erkrankung. Kennzeichen einer Gestose sind Ödeme (Schwellungen durch Wassereinlagerung), erhöhter Blutdruck und Eiweiß im Harn. Gestosen können bei den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen rechtzeitig festgestellt und dadurch sofort durch eine Ärztin oder einen Arzt behandelt werden. Eine ausgewogene Ernährung ist das wichtigste Gegenmittel, wenn bereits erste Risikofaktoren auftreten.
    • Gewichtszunahme: Ist normal in der Schwangerschaft. Sie liegt im Durchschnitt zwischen 10 und 15 Kilogramm,  je nach Ausgangsgewicht der Frau.
    • Geschmacksprägung: Die Geschmacksprägung Ihres Kindes entwickelt sich bereits im Mutterleib und wird von der Ernährung der Mutter stark beeinflusst. Ebenso gibt es genetisch angeborene Geschmackspräferenzen, die dafür zuständig sind, dass der Körper mit allen notwendigen Lebensmitteln ernährt wird. Die Geschmacksprägung süß sorgt zum Beispiel fürs Überleben, da frische Früchte reichlich Zucker, sowie Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Bitterer Geschmack ist hingegen eher ein Hinweis auf unreif, verdorben und potenziell giftig.
  • H… HEISSHUNGER, HONIG
    • Heißhunger: Tritt bei manchen schwangeren Frauen auf. Als Gegenmittel gilt: Auf regelmäßige Mahlzeiten achten und mehrmals täglich Kleinigkeiten essen, um Heißhungerattacken vorzubeugen. Gut geeignet sind dafür kleine Mengen Trockenfrüchte, Nüsse oder Obst.
    • Honig: In der Schwangerschaft können Sie ohne Bedenken Honig essen – da Honig jedoch ein Süßungsmittel ist, sollte er nur sparsam verwendet werden.
  • I… INNEREIEN, INGWER
    • Innereien: Innereien wie Leber, Nieren, Beuschel, etc. sollten in Schwangerschaft und Stillzeit wegen der möglichen Schadstoffbelastung vermieden werden.
    • Ingwer: Kann bei Übelkeit helfen. Ingwerstücke einfach mit kochendem Wasser aufgießen, ziehen lassen und morgens trinken – oder Ingwer als Gewürz verwenden. Aber fragen Sie Ihren Arzt!
  • J… JOD, JOGHURT
    • Jod: Eine ausreichende Versorgung mit Jod ist in der Schwangerschaft besonders wichtig. Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone, die das Wachstum und die Differenzierung vieler Organe fördern. Jodreich sind Meeresfische, wie Seelachs, Kabeljau oder Scholle.  Bauen Sie 1 – 2 Fischmahlzeiten pro Woche in ihren Speiseplan ein. Aber auch jodiertes Speisesalz trägt zu einer ausreichenden Jodversorgung bei. Außerdem gibt es zahlreiche Mineralwässer, die ebenfalls reichlich Jod enthalten.
    • Joghurt:  Jogurt ist ein wichtiger Eiweiß- und Calciumlieferant und soll daher regelmäßig am Speiseplan stehen. Zusätzlich enthält Joghurt Milchsäurebakterien, die die Darmflora bei der Verdauung unterstützen.
  • K… KOFFEIN, KOKOS, KICHERERBSEN
    • Koffein: Ist in Kaffee, Matetee, schwarzem bzw. grünem Tee enthalten. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte nur wenig Kaffee (max. 2 Tassen) bzw. schwarzer / grüner Tee (max. 4 Tassen) getrunken werden. Achtung: Koffein ist auch in Colagetränken und Energy Drinks enthalten!
    • Kokosöl: Kokosöl ist mit vielen anderen Kokosprodukten seit Jahrtausenden für viele Völker ein Grundnahrungsmittel. Seit kurzem sind diese Produkte auch in Österreich erhältlich und erleben einen gewaltigen Aufschwung“. Da die Kokosnuss und demnach alle daraus hergestellten Produkte reich an gesättigten Fettsäuren sind, ist es nicht sinnvoll, komplett auf diese Produkte umzusteigen. Unser Tipp: bevorzugen Sie gesunde Pflanzenöle (Rapsöl, Olivenöl, Leinöl, Walnussöl,..), die in Österreich hergestellt werden und reich an ungesättigten Omega 3 Fettsäuren sind!
    • Kichererbsen: Sie gehören zur Gruppe der Hülsenfrüchte und werden als kleine „Nährstoffbomben“ bezeichnet, da sie reich an Eiweiß, Ballaststoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind. Dadurch wirken sie sich positiv auf die Verdauung und den Blutzuckerspiegel aus. Sie sind (speziell für Vegetarier) eine gute, pflanzliche Eiweißquelle. Kichererbsen sind vielfältig einsetzbar – egal ob als Beilage, Suppe, Salat oder Brotaufstrich!
  • L… LIMONADEN, LISTERIEN
    • Limonaden: VERMEIDEN! Sie sind stark zuckerhältig und sind sowohl für die (werdende) Mutter als auch für das Baby sehr ungesund.
    • Listerien: Erreger, die schwere Erkrankungen des Ungeboren verursachen können. Sie können in Kompost, Erde oder Abwässern enthalten sein. Gemüse, Salat und Obst vor dem Verzehr gründlich waschen. Rohmilch und daraus hergestellte Produkte (z.B. Rohmilchkäse), rohes Fleisch oder roher Fisch, sowie Salami oder Prosciutto können ebenfalls mit diesem Krankheitserreger behaftet sein. Daher keine rohen Lebensmittel in der Schwangerschaft und bei Hartkäse die Rinde entfernen.
  • M… MAHLZEITEN-RHYTHMUS, MALZKAFFEE, MEERESFRÜCHTE, MILCH
    • Mahlzeiten-Rhythmus: In der Schwangerschaft sollen Sie unbedingt mehrere Zwischenmahlzeiten einbauen. Essen Sie zwischendurch Obst, Joghurt, Gemüsesticks, ein paar Trockenfrüchte, ein kleines Butterbrot oder trinken Sie Sauer- oder Buttermilch. Sie beugen damit Heißhungerattacken vor und versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen.
    • Malzkaffee: oder Getreidekaffee sind eine Alternative zu klassischem Kaffee. Er ist koffeinfrei und kann daher bedenkenlos in der Schwangerschaft und Stillzeit getrunken werden.
    • Meeresfrüchte: Vor allem Muscheln können mit Schadstoffen belastet sein und sollten daher nur in Ausnahmefällen in der Schwangerschaft und Stillzeit gegessen werden. Achtung: keine rohen Produkte verzehren!
    • Milch: Milch ist ein wichtiger Calciumlieferant in der Schwangerschaft. Neben Milch sorgen aber auch Joghurt, Käse, Topfen oder Buttermilch für eine gute Calciumversorgung und starke Knochen.
  • N… NAHRUNGSERGÄNZUNG, NAHRUNGSMITTELALLERGIEN, NO GO’s
    • Nahrungsergänzungsmittel: Eine ausgewogene Ernährung versorgt Sie auch in der Schwangerschaft mit fast allen Nährstoffen. Bei manchen Nährstoffen ist jedoch individuell eine Ergänzung sinnvoll. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte während Schwangerschaft oder Stillzeit unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden.
    • Nahrungsmittelallergien: Als Nahrungsmittelallergien gelten z.B. die Milcheiweißallergie, Fischeiweißallergie oder die Hühnerei-Allergie. Grundsätzlich ist bei vorhandenen Lebensmittelallergien in der Schwangerschaft eine Ernährungsberatung sinnvoll.
    • No Go’s: Kein Alkohol und Keine Zigaretten – Kein  Trinken & Rauchen während Schwangerschaft und Stillzeit! Sie schädigen damit Ihr Kind massiv!
  • O… OMEGA-3-FETTSÄUREN
    • Omega-3-Fettsäuren: Vor allem in fetteren Meeresfischen (Lachs, Hering), heimischen Kaltwasserfischen (Forelle, Saibling), Walnüssen sowie in bestimmten Ölen (Rapsöl, Leinöl, Sojaöl, Walnussöl) enthalten. Sie sind wichtig für die Entwicklung von Gehirn, Netzhaut (Auge) und das Immunsystem des Babys.
  • P… PILZE, PORTION, PSEUDOGETREIDE

    Pilze: Pilze werden regelmäßig im Bezug auf die Schadstoffbelastung untersucht. Da die Cadmium-, Quecksilber- und Radionukleidgehalte in Wildpilzen deutlich höher sind, wird vom Verzehr dieser Pilze speziell in der Schwangerschaft abgeraten. Zuchtpilze wie Zuchtchampignons können hingegen, gut gereinigt und gegart, ohne Bedenken gegessen werden.

    Portion: Viele glauben, dass Schwangere nun doppelte Portionen, also „für zwei“ essen müssen. Zu Beginn der Schwangerschaft sollen Sie sich jedoch ganz normal, gesundheitsbewusst ernähren. Ihr Energiebedarf erhöht sich dann schrittweise. Tatsächlich steigt der tägliche Bedarf während der Schwangerschaft im 2. Drittel (ab 13. SSW) um ca. 250 kcal an und im letzten Drittel nochmals um 250 kcal, also auf 500 kcal. Dies gilt auch für die Zeit des ausschließlichen Stillens. Die beste Orientierung hierfür ist die österreichische Ernährungspyramide.

    Pseudogetreide: Darunter versteht man Lebensmittel, die dem Getreide sehr ähnlich sind, aber dennoch nicht zur Gruppe der Getreide gezählt werden. Beispiele dafür sind Amaranth, Quinoa, Buchweizen, Teff oder Canihua. Pseudogetreide ist glutenfrei und daher speziell für Patienten mit Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) ein guter Getreideersatz. Generell ist es reich an Mineralstoffen, Eiweiß, gesunden ungesättigten Fetten und Ballaststoffen und soll daher bei jeder und jedem regelmäßig auf dem Speiseplan stehen!

  • Q… QUALITÄT, QUATSCH, QUINOA
    • Qualität: Bedeutet bei Nahrungsmitteln: Frisch, heimisch, saisonal, wenn möglich „BIO“.
    • Quatsch: Nicht jeden Quatsch glauben, der über Schwangerschaft und Stillen erzählt wird! Vor allem im Internet gibt es viele Informationen zum Thema Gesundheit die nicht stimmen. Stattdessen auf den eigenen Körper achten und im Zweifelsfall den Arzt/die Ärztin fragen.
    • Quinoa: Pseudogetreide, das zur Familie der Fuchsschwanzgewächse gehört und reich an Magnesium, Eisen und Calcium ist. Vor allem für Vegetarierinnen eine gute Eisenquelle. Außerdem enthält Quinoa sehr viel pflanzliches Eiweiß, welches eine gute Alternative für das tierische Eiweiß aus Fleisch, Milchprodukte oder Wurst ist.
  • R… ROH, RAUCHEN, ROIBOOS-TEE, REZEPTE

    Rauchen in der Schwangerschaft und Stillzeit – Das Baby raucht mit!

    • Die SGKK unterstützt werdende Mütter beim Rauchstopp
      Rauchen in der Schwangerschaft ist vor allem für das ungeborene Kind schädlich: Zigaretten enthalten nicht nur Nikotin, sondern auch eine große Anzahl schädlicher Stoffe wie Teer, Arsen, Benzol, Blei, Blausäure und Kohlenmonoxid. Bei Raucherinnen treten in der Schwangerschaft mehr Komplikationen auf, die Gefahr einer Früh- oder Fehlgeburt steigt. Aber auch in der Stillzeit sollten Sie keinesfalls rauchen. Wir beraten und unterstützen deshalb (werdende) Mütter bzw. Paare gerne dabei, damit dem Rauchen aufzuhören! Mehr Informationen finden Sie hier!
    • Rohe tierische Lebensmittel: sollten in der Schwangerschaft nicht gegessen werden. Meiden bei Fleisch: Carpaccio, Beef Tartare, rohe Hartwürste wie Salami, Rohschinken. Meiden bei Fisch: Kalt geräucherter Fisch oder Sushi. Meiden bei Milchprodukten: Rohmilchkäse, unpasteurisierte Milch direkt vom Bauernhof. Meiden: Rohe Eier (Tiramisu, Schokoladenmousse, …) wegen der Gefahr einer Salmonellenvergiftung.
    • Roiboos-Tee: Enthält kein Koffein und kann daher in größeren Mengen (als die max. empfohlenen 4 Tassen Grün- oder Schwarztee) getrunken werden
    • Rezepte: Eine kostenlose Rezeptbroschüre zur Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit finden Sie hier.
  • S… SODBRENNEN, SÜSSES, SMOOTHIE, SÜSSSTOFF
    • Sodbrennen: Gilt als eine der häufigen Schwangerschaftsbeschwerden. Mögliche Abhilfe: Öfter kleinere Mahlzeiten, wenig Zucker, kein Kaffee, Kohlensäure meiden, keine zu fetten oder stark gewürzte Speisen, Milch trinken oder ein paar Mandeln / ungesalzene Nüsse langsam kauen.
    • Süßes: Ist in Maßen erlaubt. Süße Heißhungerattacken in der Schwangerschaft können auch einmal durch Obst, warme Süßspeisen wie Grießschmarrn, Reisauflauf, Topfenknödel, Obstkuchen u.ä. gedeckt werden (empfehlenswert mit Vollkornprodukten, weniger Zucker und Obst)
    • Smoothie: Dies ist ein Begriff für kalte Mixgetränke aus Obst und/oder Gemüse und Milchprodukten, die frisch zubereitet oder als Fertigprodukte verkauft werden. In wenigen Schlucken werden dem Körper bereits viele Vitamine und Mineralstoffe zugeführt. Viele Smoothie Liebhaber vergessen jedoch, dass vor allem Obst große Mengen an Fruchtzucker (Fruktose) enthält. Ein optimaler Smoothie besteht also vorwiegend aus Gemüse und enthält maximal 1-2 Stück Obst. Achtung bei gekauften Produkten: Meist enthalten diese einen großen Anteil an Fruchtsaft und relativ wenig frisches Obst oder Obstpüree! Am besten bereiten Sie den Smoothie daher selbst frisch zu.
    • Süßstoff: Zählt zu den Lebensmittelzusatzstoffen und wird bezüglich der Auswirkung auf den menschlichen Körper vor ihrer Verwendung geprüft. Es gibt für jeden zugelassenen Süßstoff eine akzeptable tägliche Aufnahmemenge (ADI Wert). Für die Aufnahme von Süßstoff in der Schwangerschaft gilt ebenfalls dieser Wert. Dennoch empfehlen wir Süßes, sowie gesüßte Getränke selten zu konsumieren, unabhängig von der Süßungsart (Zucker, Honig, Süßungsmittel).
  • T… TOFU, TOXOPLASMOSE, TRINKEN
    • Tofu: Wichtiger Eiweißlieferant für Vegetarierinnen.
    • Toxoplasmose: Parasitäre Erkrankung, die beim Ungeborenen zu Hirnschäden, Erblindung, Fehlgeburt oder Totgeburten führen kann. Gefahrenquellen sind v.a. das Katzenkisterl, rohes, unvollständig durchgegartes Fleisch oder ungewaschenes Gemüse und Obst. Schwangere sollten das Katzenklo nicht mehr selbst reinigen, Fleisch gut durchbraten und Gemüse bzw. Obst besonders gründlich waschen.
    • Trinken: Schwangere sollen mindestens 2 Liter am Tag zuckerfreie Flüssigkeit trinken. Am besten ist Wasser, ungesüßter Tee oder verdünnter Obst- und Gemüsesaft.
  • U… ÜBELKEIT
    • Übelkeit: Tritt vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel auf. Mögliche Gegenmittel:

    – bereits vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen oder eine Tasse Tee trinken, langsam aufstehen

    – häufige kleine Mahlzeiten, regelmäßig essen

    – kohlenhydratreiche Zwischenmahlzeiten, wenig fett- und zuckerreiche Lebensmittel

    – Ingwertee trinken oder Ingwerscheiben kauen

    Wenn Sie häufig erbrechen ist der Flüssigkeitsverlust sehr hoch. Trinken Sie ausreichend über den Tag verteilt. Bei anhaltendem, starkem Erbrechen gehen Sie bitte zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

  • V… VERDAUUNG, VEGAN, VEGETARISCH, VOLLKORN
    • Verdauungsbeschwerden: Treten sehr häufig in der Schwangerschaft auf. Gegenmittel: Viel Trinken! Außerdem: Vollkornprodukte, Joghurt und Sauermilchprodukte essen und ausreichend Bewegung. Hausmittel: Dörrpflaumen einweichen und auf nüchternen Magen die Flüssigkeit trinken. Bei länger andauernder Verstopfung wenden Sie sich auf jeden Fall an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
    • Vegane Ernährung: Ist Ernährung ohne tierische Produkte (kein Fleisch, kein Fisch, keine Milchprodukte, keine Eier). Von einer veganen Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit wird unbedingt abgeraten, weil die Gefahr eines Nährstoffmangels für Mutter und Kind besteht. Das kann zu schweren Entwicklungsstörungen beim Baby führen.
    • Vegetarische Ernährung: Grundsätzlich in Schwangerschaft und Stillzeit erlaubt. Aber achten Sie besonders auf eine ausreichende Eisen-, Calcium-, Vitamin B12 und Eiweißversorgung. Eine regelmäßige Kontrolle durch einen Arzt/die Ärztin wird empfohlen.
    • Vollkornprodukte: Sind Brot, Nudeln und Mehl aus dem ungeschälten Getreidekorn. Sie enthalten wesentlich mehr Nährstoffe und vor allem Ballaststoffe als weißes Mehl. Bauen Sie täglich Vollkornprodukte in Ihren Speiseplan ein (z.B. naturbelassenes Müsli, Vollkornnudeln, Vollkornbrot, Haferflocken).
  • W… WADENKRÄMPFE, WOCHENGELD, WILDFLEISCH
    • Wadenkrämpfe: Treten in der Schwangerschaft oft auf. Es helfen magnesiumreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Bananen, magnesiumreiches Mineralwasser (< 100 mg / l) oder Nüsse (Ersatz: Magnesiumtabletten).
    • Wochengeld: Angestellt berufstätige Frauen haben Anspruch auf Wochengeld. Die Salzburger Gebietskrankenkasse, die BVA und die VAEB beraten Sie gerne.SGKK, http://www.sgkk.at Tel.: 0662 8889-8091
      BVA, http://www.bva.at Tel. 050405 – 27251
      VAEB, http://www.vaeb.at Tel. 0502350 – 31701
    • Wildfleisch: Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch sollen auf mit Bleimunition erlegtes Wildfleisch verzichten. Geringe Mengen und eine einmalige Aufnahme können beim Fötus bereits gesundheitsschädliche Effekte auf die Entwicklung des Nervensystem haben. Wildfleisch enthält außerdem weniger gesunde Omega-3 Fettsäuren als Fisch oder Fleisch anderer Tierarten (Ausnahme: Wildkaninchen).
  • X… XYLIT, XSUNDE MISCHUNG
    • Xylit: Oder auch Birkenzucker, ist ein natürlich vorkommender Zuckeralkohol, der oftmals als Zuckerersatz verwendet wird. Der Nachteil an Xylit ist, dass dieser Zucker bei übermäßigem Konsum abführend wirken kann und deutlicher teurer als herkömmlicher Zucker ist. Bei dem Thema gilt also: Weniger ist mehr! Reduzieren Sie beim Backen oder Kochen einfach die Menge des Haushaltszuckers.
    • Xsunde Mischung: Die xsunde Mischung macht’s! Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und hören Sie auf Ihren Körper!

      Quelle: Bundesministerium für Gesundheit und Frauen

  • Y… YOGA
    • Yoga: Empfehlenswert zur Entspannung in der Schwangerschaft.
  • Z… ZAHNPFLEGE, ZUCKER
    • Zahnpflege: Durch die Hormonumstellung in der Schwangerschaft kann es verstärkt zu Zahnbelag kommen. Suchen Sie den Zahnarzt auf!
    • Zucker: In Maßen ein Genussmittel. Achten Sie auf versteckte Zuckerquellen wie z.B. in Joghurtprodukten (Trinkjoghurts – auch angeblich verdauungsfördernde enthalten extrem viel Zucker – Molke), Limonaden und Fruchtsäfte, Ketchup.
      1 Becher Fruchtjoghurt (180 g ) = 5 – 7 Stück Zucker, 1 Glas Limonade (250 ml) = 7 Stück Zucker, ½ l Fruchtmolke » 10 Stück Zucker

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