Die erste Mahlzeit

Muttermilch bzw. Säuglingsanfangsnahrung (Pre-Nahrung) und Beikost ergänzen sich sehr gut im ersten Lebensjahr. Der Säugling kann solange weitergestillt werden, wie Mutter und Kind es wollen.

Die erste Nahrung sollte bevorzugt gedünstet, warm, püriert und in kleinen Mengen gegeben werden. Am Anfang reichen bereits 2 – 3 Teelöffel aus. Wichtig ist außerdem eine entspannte Atmosphäre, dass der Säugling ausgeschlafen sowie nicht zu hungrig ist – dann klappt es mit der der Ernährungsumstellung am besten.

Egal ob die Beikost selbst hergestellt oder auf fertige Gläschenkost zurückgegriffen wird: die Reihenfolge, in der  bestimmte Nahrungsmittel/Breie geben werden, ist nicht entscheiden.

 

Welche Lebensmittel sind geeignet?

Nährstoffreich: Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Getreide, Kartoffeln, Fleisch, Fisch, Hühnerei

Eisenreich: Rind-, Kalb- oder Schweinefleisch, Getreide und Hülsenfrüchte

Zinkreich:  Rind-, Kalb- oder Schweinefleisch, Getreide, Hühnerei

Gute Fette: pflanzliche Öle (Rapsöl, Leinöl, Sojaöl, Weizenkeimöl, Olivenöl …)

Flüssigkeit: Trinkwasser

Achtung: KEINE rohen tierischen Produkte! Alles muss gut durchgegart sein.

 

Welche Lebensmittel sind NICHT geeignet?

  • Honig
  • Salz, Zucker
  • Rohe Speisen von Ei, Fisch, Fleisch
  • Verarbeitete Fleischwaren (Schinken, Speck, Wurst etc.)
  • Scharfe Gewürze
  • Limonaden und koffein-/teeinhaltige Getränke (Kaffee, Grün-/Schwarztee, Eistee etc.)
  • Kleine Lebensmittel (Nüsse, Samen, Körner, Beeren etc.): Gefahr durch Verschlucken
  • Lebensmittel mit der Kennzeichnung: „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen.“
    • Bezieht sich auf bestimmte Lebensmittelfarbstoffe
    • Betrifft vor allem Süßigkeiten

 

Getränke?

Das beste Getränk für Ihr Baby ist Trinkwasser!

Wird Ihr Kind ausschließlich gestillt, braucht es unter normalen Bedingungen keine zusätzlichen Getränke.
Erste Trinkversuche kann Ihr Baby ab Beginn der Beikost machen.
Bieten Sie Getränke von Anfang an nur in geeigneten Bechern an und helfen Sie Ihrem Baby bei Bedarf.
Ab Beikostbeginn muss das Wasser nicht mehr abgekocht werden.
Spätestens wenn Ihr Kind zur Familienkost übergeht, also etwa ab dem 10. Monat, braucht es zusätzliche Getränke.
Bieten Sie Ihrem Kind regelmäßig Wasser an, damit es seinen Durst stillen kann.
Verwenden Sie Trinkwasser aus Hausbrunnen nur nach Prüfung der Wasserqualität (Keimbelastung, Nitratgehalt). Der Nitratgehalt darf nicht über 50 mg/l liegen. Weist Ihr Leitungswasser einen höheren Nitratgehalt auf, verwenden Sie bitte abgefülltes Wasser, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist.
Meiden Sie süße Getränke (Säfte, Limonaden, gesüßte Tees). Diese braucht Ihr Kind nicht. Es gewöhnt sich nur unnötig daran und wird schließlich Wasser verweigern.
Besonders schlecht für die Zähne ist Dauernuckeln von zuckerhältigen und säurehältigen Getränken (gesüßte Tees, Verdünnungssäfte, Fruchtsäfte etc.). Dies führt zu Karies.

Tabu sind koffeinhaltige und alkoholische Getränke.

 

Wann kann Ihr Baby mit der Familie essen?

Etwa gegen Ende des 1. Jahres lernt Ihr Baby mit der Familie zu essen. Bereiten Sie das Essen ungewürzt zu. Entnehmen Sie die Portion für Ihr Kind und geben Sie Salz und Gewürze für den Rest der Familie erst anschließend zu.

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